Lernortkooperation als Best-Practice-BeispielKreisberufsschulzentrum Bad Saulgau ist eng verzahnt mit Ausbildungsbetrieben 

2. November 2026

Am Kreisberufsschulzentrum Bad Saulgau treffen sich die Ausbilderinnen und Ausbilder mehrfach im Schuljahr mit den Lehrkräften, die die kaufmännischen Auszubildenden betreuen. 

In der LOK für die Industriekaufleute war Frau Céline Kuduzovic von der IHK Bodensee-Oberschwaben zu Gast. Sie referierte über die Ausbildungszahlen und verwies auf einen Rückgang sowohl bei gewerblich-technischen als auch bei kaufmännischen Ausbildungsberufen. Auch die Abschlussprüfung Teil 1 wurde angesprochen, verbunden mit dem Hinweis, dass der Zeitpunkt auf Wunsch auch vorgezogen werden kann.Zudem sprach sie personelle Veränderungen und neue Zuständigkeiten an, das Team an der IHK hat sich neu aufgestellt.  

Vorgestellt wurde auch ein Sozialprojekt, das an alle Auszubildenden gerichtet ist, und vom Rotary-Club Riedlingen-Bad Saulgau initiiert und durchgeführt wird. Vorgestellt wurde dieses Projekt von Herrn Frank Lock. Er zeigte die Suchtprävention für Auszubildende mit dem Titel „AlkoHohl“ auf. Die Präventionsmaßnahme wird am 09.11.2026 am Kreisberufsschulzentrum durchgeführt. Dabei wird das für Jugendliche wichtige Thema gruppendynamisch abgeholt, mit dem Ziel, dass diese gesundheitliche und berufliche Folgen von Alkoholsucht verstehen und präventiv angehen. Dabei erfolgt eine Aufteilung in drei Blöcken: Informieren, erleben, reflektieren. Die Verbindung von Theorie und Praxis erfolgt in Zusammenarbeit mit der Suchtberatung Sigmaringen. 

Frau Simone Krattenmacher-Soto präsentiert das Erasmus+ Projekt des Kreisberufsschulzentrums: Die Veränderung der Zuständigkeiten, die Rahmenbedingungen wie Kosten und Finanzierung. Sie berichtete in einem Rückblick auf das Jahr 2026 vom JobShadowing in Valencia, bei dem die Ausbilder und Lehrkräfte Praktikumsbetriebe sowie eine spanische Berufsschule, inkl. Unterrichtshospitationen, besichtigt werden konnten. Die Präsentation endete mit einem Ausblick auf das Schuljahr 2026/27. 

Neben diesen Punkten setzte die Bereichsleiterin der kaufmännischen Berufsschule Sabrina Appeltauer folgende Aspekte auf die Tagesordnung: Erläuterung der Stundenpläne und Berufsschultage, Klassenleitungen, Technikunterricht mit hohem Interesse der Azubis, einer erfreulichen Entwicklung der Anmeldezahlen, die trotz wirtschaftlich angespannter Lage konstant geblieben sind. Sie erwähnte, dass Einzelhändler und Verkäufer zum ersten Mal knapp die größte Berufsgruppe bilden. Ein Schwerpunkt ihrer Ausführungen lag auf der Schulfusion, so wurde der Schulname Kreisberufsschulzentrum vom Landkreis Sigmaringen als Träger vom vorläufigen zum endgültigen Namen festgelegt. Personelle Zuständigkeiten sowie ein neues Raumkonzept wurden vorgestellt. Auch die Anpassung der Schul- und Hausordnung war ein wichtiges Thema, wobei die verbindlichen Handyregelung als Zusatz eingebracht wurden. Das neue Classroom-Management besagt, dass Smartphones in einer Handy-Garage aufbewahrt werden. Auch das seit 01.07.2026 novellierte Nichtraucherschutzgesetz mit absolutem Rauch- und Dampfverbot wurde thematisiert. Neue Regelungen gibt’s auch im Entschuldigungswesen, die von Sabrina Appeltauer erläutert wurden. Das länger bestehende Thema digitaler Unterricht wird weiterhin fortgesetzt, es erfolgt ein Wechsel von Microsoft Teams zu NextCloud und Moodle. Mit einem Rückblick auf die letztjährige Sommerprüfung konnte dargelegt werden, wie erfolgreich und gut die Ergebnisse bei den Industriekaufleuten ausgefallen sind. Abschließend referierten die Klassenleitungen die aktuelle Situation der drei Lehrjahre bei den Industriekaufleuten.  

Mit gemeinsamen Gesprächen der Lehrkräfte mit den Ausbildern fand ein Austausch statt, der nach bewährtem Muster im Laufe des Schuljahres fortgesetzt wird.

BAR

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2. November 2026

KBS