Marktplatz Ausbildung am Kreisberufsschulzentrum Bad Saulgau

21. Januar 2026

Mit Beginn des Schuljahres 2025/26 vereinen sich die bisherige Helene-Weber-Schule (kaufmännische und sozialpflegerische Schule) und die Willi-Burth-Schule (gewerbliche Schule) zum Kreisberufsschulzentrum Bad Saulgau (KBSZ). Unter einem Dach entsteht damit ein modernes Kompetenzzentrum für berufliche Bildung in den Bereichen Wirtschaft, Pflege, Technik und Gestaltung. Das KBSZ bietet vielfältige Wege zu schulischen und beruflichen Abschlüssen – vom Hauptschulabschluss über die Mittlere Reife bis hin zur Fachhochschul- oder Allgemeinen Hochschulreife werden darüber hinaus auch noch Techniker- und Meisterschule angeboten.

Die Schülerinnen und Schüler profitieren von einer engen Verbindung von Theorie und Praxis, modernen Unterrichtsformen, bester digitaler Ausstattung und einer starken Zusammenarbeit mit Betrieben und Einrichtungen der Region. Umfassende Bildung in allen Kompetenzbereichen, kulturelle und kreative Angebote und die Möglichkeit des bilingualen Unterrichts sowie internationalen Schüleraustauschen tragen zu einer umfassenden Persönlichkeitsbildung bei und ebnen den Weg für das Berufsleben und das Studium.

Hier geht es zum Teilnehmerverzeichnis und Standplan.

Die einzelnen Schulformen im Überblick:

Wirtschaftsgymnasium und Technisches Gymnasium

Die Profile »Wirtschaft« und »Internationale Wirtschaft« vermitteln fundierte ökonomische Kenntnisse und Allgemeinbildung. Bilingualer Unterricht, Auslandsaufenthalte und Projekte fördern Sprachkompetenz und Internationalität. Individuelle Schwerpunktsetzungen sind im naturwissenschaftlichen Bereich möglich und Fächer wie Psychologie, Informatik, Privates Vermögensmanagement und Theater ergänzen das Angebot. Im Profil »Gestaltungs- und Medientechnik« wird kreatives und technisches Arbeiten kombiniert und bringt auch hier die Berechtigung zum Studium an allen Hochschulen und Universitäten.

Einjähriges Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife

Voraussetzung ist hier eine abgeschlossene Berufsausbildung. Diese Schule dauert ein Jahr in Vollzeit und sie endet mit dem Abschluss der Erlangung der Fachhochschulreife.

Berufskolleg I und II

Hierbei werden die Profile »Wirtschaft«, »Gesundheit und Pflege« und »Technik« angeboten. Die Zugangsvoraussetzung des Berufskollegs ist die Mittlere Reife und der Abschluss die Fachhochschulreife.

Zweijähriges Berufskolleg Foto- und Medientechnik

Mit der Mittleren Reife als Zugangsvoraussetzung kann man hier in zwei Jahren Vollzeit den »Staatlich geprüften Assistenten Foto- und Medientechnik« erwerben. Mit Zusatzunterricht ist auch der Erwerb der Fachhochschulreife möglich.

Fachschule für Technik in Vollzeit (Technikerschule)

Voraussetzung sind hierfür Hauptschulabschluss, Berufsschulabschluss, Gesellen- oder Facharbeiterprüfung und mindestens 1,5 Jahre Berufspraxis. Die Schule dauert zwei Jahre und endet mit dem Abschluss »Staatlich geprüfter Techniker Maschinentechnik« und der Fachhochschulreife.

Fachschule für Technik in Teilzeit

Voraussetzung sind hier Hauptschulabschluss, Berufsschulabschluss, Gesellen- oder Facharbeiterprüfung und mindestens neun Monate Berufspraxis. Die Schule dauert vier Jahre in Teilzeit und endet mit dem Abschluss »Staatlich geprüfter Techniker Maschinentechnik« und der Fachhochschulreife.

Meisterschule Raumausstattung

Hierfür ist die Gesellenprüfung Voraussetzung. Hochwertiger Theorie- und Praxisunterricht führt zum Abschluss des Meisters.

Berufsschule

Durch den dualen Bildungsweg (der Kombination von Schule und Betrieb) werden die Auszubildenden praxisnah und in der Theorie optimal auf die sich ständig ändernden Anforderungen im späteren Berufsleben vorbereitet. Das Kreisberufsschulzentrum bildet in den Berufsfeldern Wirtschaft, Körperpflege, Metalltechnik, Elektrotechnik, Kraftfahrzeugtechnik, Medientechnik und Raumgestaltung aus.

Berufsfachschule für Pflege/Altenpflege

In dualer Ausbildung (zwei Tage Schule, drei Tage Praxis) erhält man hier eine solide Ausbildung für die Zukunft. Die Zertifizierung nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeits- förderung) ermöglicht Teilnehmenden der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Umschulungsmaßnahmen. Diese werden finanziell durch Bildungsgutscheine gefördert.

Einjährige Berufsfachschule
Elektro-, Metall- und Kraftfahrzeugtechnik

In der Einjährigen Berufsfachschule wird eine berufliche Grundbildung in Theorie und Praxis vermittelt, die in Zielen und Inhalten dem ersten Ausbildungsjahr eines anerkannten Ausbildungsberufes entspricht. Zugangsvoraussetzung ist der Nachweis über eine Praktikumsplatzzusage eines Ausbildungsbetriebes.

Zweijährige Berufsfachschulen

Diese Schulart mit den Profilen »Ernährung und Hauswirtschaft«, »Wirtschaft«, »Elektro« oder »Metall« erzielt einen mittleren Bildungsabschluss, ermöglicht den Weg in die Berufsausbildung oder in weiterführende Schularten wie Berufskollegs und berufliche Gymnasien. Das erste Jahr der Berufsfachschule findet im Rahmen der vielfältigen Lern- und Beratungsmöglichkeiten von AVdual statt.

AVdual

Die einjährige Ausbildungsvorbereitung dual (Avdual) mit Einbezie- hung der zweijährigen Berufsfachschule ist eine Vollzeitschule mit Ganztagsbetreuung. Sie dauert entweder ein Jahr mit dem Ziel des Hauptschulabschlusses oder zwei Jahre mit dem Ziel des mittleren Bildungsabschlusses (Mittlere Reife). Aufnahmevoraussetzungen gibt es im einjährigen Avdual nicht, im zweijährigen Avdual ist es der Hauptschulabschluss (mit Englisch).

VABO

VABO (Vorqualifizierung Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen) richtet sich an Jugendliche, die keine oder wenig Sprachkenntnisse haben. Nur durch ausreichende Deutschkenntnisse kann für junge Flüchtlinge und Migranten und Migrantinnen eine erfolgreiche Eingliederung in Berufswelt und Gesellschaft gelingen. Es werden Übergänge in das reguläre Schul- wesen oder eine Ausbildung geschaffen. Das Schuljahr endet für die Lernenden mit einer Deutschprüfung gemäß des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens.

Hier wird ERASMUS+ gelebt!

Erasmus+ ist ein Programm der Europäischen Union zur Förderung der Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und der Mobilität von Einzelpersonen im Bereich der allgemeinen Bildung und beruflichen Bildung, von Jugend und Sport. ERASMUS+ gibt es seit 2014 und schon drei Jahre zuvor wurde es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, Erfahrungen im europäischen Ausland zu sammeln. So bestand eine Partnerschaft mit dem Istituto Falcone in Gallarate bei Mailand – Internationalität hat hier also Tradition.

Mit ERASMUS fanden dann vierwöchige Auslandspraktika der kaufmännischen Berufsschule in Irland, Spanien und Malta statt. Und die Begeisterung der Heimkehrenden, die tausendfachen Eindrücke von einer anderen Kultur, Einblicke und aktives Mittun in fremden Berufs- und Arbeitswelten, die verbesserten Sprachkenntnisse in Englisch, Spanisch und Italienisch, die Stärkung der interkulturellen Kompetenz und die großzügigen Fördersätze seitens der Europäischen Union waren Grund genug ERASMUS+ auch für den gymnasialen Zweig zu ermöglichen. So kamen Cork in Südirland, Valencia in Spanien, Malta, Budapest in Ungarn und Palermo auf Sizilien dazu. ERASMUS+ wird aktiv und engagiert gelebt, die Schülerinnen und Schüler werden in den Auslandswochen von den Lehrenden besucht und alle Teilnehmenden erhalten ein nutzbringendes Praktikumszertifikat, das für den weiteren Karriereweg eingesetzt werden kann. Die persönlichen Kompetenzen und die praktischen Erfahrungen, die beim Austausch gesammelt werden, bleiben garantiert lebendiger.

 

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21. Januar 2026